Ein Trend: Wohnlichkeit im Bad. Schließlich startet man hier in den Morgen und der letzte Gang vorm Schlafengehen führt ebenfalls in diesen Raum.
Das perfekte Bad. Wie sieht das aus? Habt ihr euch darüber schon Gedanken gemacht? Sicher wünscht sich jeder von uns ein Badezimmer, das bei maximalem Komfort nur ein Minimum an Pflege benötigt, modern anmutet sowie eine angenehme und wohltuende Atmosphäre versprüht.
Das Bad, ein Ort, an dem man sich gerne ein paar Minuten länger aufhält, um beispielsweise ganz entspannt in der Wanne seiner Lieblingsmusik zu lauschen. Es ist ein sehr privater und individueller Raum: ein Wohlfühlbereich, eine Styling-Zone oder auch ein Kinder-Plantsch-Areal. Von daher präsentiert sich das Badezimmer als ein multifunktionaler Raum, der den persönlichen Ansprüchen von Groß und Klein gerecht werden sollte. Doch unabhängig davon, wie individuell das Badezimmer auch angelegt sein mag, gibt es Dinge, die für jede Planung relevant sind.

9 Tipps für eure Badplanung
1. Großes Bad, kleines Bad?
Jede Badgröße offeriert unterschiedliche Möglichkeiten. Der Typus mittelgroß (6 bis 10 Quadratmeter) lässt viel gestalterische Freiheiten für Wanne und Dusche zu. Bei Badezimmern mit mehr als 10 Quadratmetern ist zusätzlich ein Wellness-Bereich mit Whirlpool, Sauna, Dampfbad oder großflächiger Regendusche denkbar – ebenso wie eine luxuriöse, freistehende Wanne. Durch Teilwände können große Bäder strukturiert werden. Wie viele Quadratmeter möchtet ihr eurem Bad schenken? Bei der Planung heisst es: Prioritäten setzen! Fällt die Wahl auf ein kompaktes Haus, solltet ihr abwägen, wie wichtig euch ein opulentes Bad ist. Vielleicht möchtet ihr letztlich doch lieber auf zwei, drei Quadratmeter verzichten und diese in ein geräumigeres Kinderzimmer investieren, damit sich die Heranwachsenden noch lange im Elternhaus wohlfühlen?

2. Dusch- oder Badefan?
Vor allem im Familienbad lohnt sich der Einbau von Dusche und Wanne; denn jeder Bewohner hat seine Vorlieben. Eltern mit kleinen Kindern finden baden meist praktischer als duschen. Besonders angesagt – sowohl optisch als auch unter Komfortgesichtspunkten (weil schwellenlos) – sind großzügige Walk-In-Duschen.
Dusch-Wannen stellen eher einen Kompromiss dar, denn im Duschbereich selbst ist weniger Platz als bei einer eigenständigen Dusche. Insbesondere in kleineren Bädern kann auf eine Raumsparwanne zurückgegriffen werden, so finden beide Objekte (Dusche/Wanne) ihren Platz. Ebenso bieten sich hier bodengleiche, durchgeflieste Duschen an, weil sie so mit dem Boden zu einer homogenen Fläche verschmelzen und den Raum optisch vergrößern. Großzügigkeit ist folglich nicht immer nur eine Frage der Quadratmeter.

3. Wand und Boden
Fliesen sind DER Belag in Bädern und das aus gutem Grund: Sie sind robust, pflegeleicht, feuchteresistent und punkten mit ihrem authentischen Look. Sie können aussehen wie Beton, anmuten wie Naturstein oder sich anfühlen wie Holz. Zudem gibt es sie rutschhemmend, wodurch Fliesen ein idealer Partner für Duschböden sind.
Eine weitere, ebenfalls wasserfeste Möglichkeit, stellen Kunststoffböden dar. Vinyl zum Beispiel: Die Designböden sind stoßfest und in vielfältigen Optiken erhältlich. Besonders edel wirkt Echtholz im Bad. Die Annahme, dass Holz für Nassräume ungeeignet sei, ist längst überholt. Lediglich Pflegehinweise müssen beachtet werden wie beispielsweise stehende Nässe direkt oder zeitnah aufzuwischen.
4. Fugen vermeiden
Sie sehen nicht unbedingt besonders wertig aus: Silikonfugen im Dusch- und Wannenbereich, denn sie werden mit den Jahren porös, verfärben sich und können schimmeln. Das heißt, sie müssen in Abständen komplett ausgetauscht werden. Eine pflegeleichte und schöne Alternative: Die Ränder der Dusche oder Badewanne können wandseitig aufgekantet und überfliest werden. So entsteht ein hygienischer und dichter Bereich – frei von wartungs- und schimmelanfälligen Silikonfugen.

5. Schnell gereinigt
Je geradliniger die Badeinrichtung ist, desto komfortabler und effizienter lässt sie sich säubern. Spülkasten, Armatur oder Spiegelschrank am besten in der Wand verbauen; denn Unterputz statt Aufputz sorgt für mehr Freizeit. Spülrandlose WCs sind einfach zu reinigen, wandhängende Modelle bodenstehenden Varianten vorzuziehen, da man unter ihnen leicht durchwischen kann. Das gilt auch für Badunterschränke. An beschichteten Glas- oder Keramikoberflächen perlen Kalk und Schmutz besser ab (Lotuseffekt) und Push-to-open-Möbel ohne Griffe oder Griffleisten bieten weniger Angriffsflächen für Schmutz.

6. Stauraum – davon hat man nie genug
Sie sind die wahren Ordnungshüter: Badschränke. Egal ob hoch, niedrig, breit oder schmal, sie lassen notwendige Badutensilien hinter ihren Türen verschwinden. Platz für Handtücher und schönen Kleinkram schaffen Wandnischen, die durch Hohlräume in oder über Vorwandelementen entstehen. Voll im Trend: Wandboxen. Sie können hingestellt oder aufgehängt werden und funktionieren einzeln genauso wie in Gruppen.

7. Lichtplanung
Licht zum Wachwerden und Duschen, Arbeitslicht zum Schminken, Schummerlicht zum Chillen: Eine Art von Lichtquelle reicht im Bad nicht aus. Erst die Kombination aus indirektem und direktem Licht macht es komfortabel und wohnlich. Deckenleuchten, auch als Einbauleuchten, sollten die Allgemeinbeleuchtung darstellen. Wandleuchten sind eine gute Ergänzung. Mit Spots und Strahlern lassen sich einzelne Bereiche in Szene setzen. Indirekte Beleuchtung wirkt elegant: am Spiegelschrank, Waschtisch, an der Wanne oder in der Dusche. Smarte Steuerungen garantieren abrufbare Lichtszenarien.
Auch die Platzierung eines Fensters muss gut geplant sein. Viel Tageslicht im Bad aufgrund großer Fenster oder sogar einer Balkontür ist wünschenswert, aber bitte bedenkt, dass Ausblick auch Einblick bedeutet! In der Wanne zu sitzen und den Blick ins Grüne zu genießen, klingt verlockend. Aber wie genau muss das Fenster angeordnet sein, damit die Nachbarn nicht alles mitverfolgen können?
8. Maßgeschneidert
Montagemaße stehen in direkter Beziehung zu den Körpergrößen der Bewohner. Der Richtwert für Waschbecken liegt bei einer Höhe zwischen 85 und 95 Zentimetern. Das Feintuning: Ausgangspunkt für die Ermittlung des individuellen Wertes ist die Hälfte der Körpergröße. Beispiel: Der Bauherr ist 180 Zentimeter groß (Hälfte 90), seine Frau 165 Zentimeter (82,5). Bei diesem Paar liegt der Mittelwert dann bei 86,25 Zentimetern. Unterscheiden sich die Bewohner größenmäßig zu stark voneinander sind zwei Waschbecken auf unterschiedlichen Höhen eine gute Wahl. Kinder können einen Tritthocker nutzen, denn für niedrig angebrachte Kinderwaschtische sind die Kleinen schnell zu groß. Toiletten werden mit einer Sitzhöhe von 40 Zentimetern als Standardmaß montiert.

9. Wohnlichkeit
Ein modernes Bad ist längst kein funktionaler Feuchtraum mehr. Entspannung nimmt einen hohen Stellenwert ein. Dafür muss aber das Ambiente passen. Gemütlichkeit kann durch natürliche Produkte und Farben erzielt werden. Badmöbel aus Holz, Sitzgelegenheiten, flauschige Handtücher, weiche Matten, Pflanzen, Erd- und Sandtöne oder kunstvolle Accessoires schmeicheln allen Sinnen und suggerieren Wärme.
Unsere Wolf-Fachberater unterstützen euch natürlich bei der Planung eures Traumbads. Aber je detaillierter ihr euch schon im Vorfeld über die Wahl der Materialien, die Farbigkeit, den Stil, die Größe etc. im Klaren seid, desto maßgeschneiderter kann euer ganz persönliches Bad im neuen Haus realisiert werden
Lasst euren kreativen Ideen freien Lauf und dann machen wir uns an die Umsetzung,
bis zum nächsten Mal,
euer Lupo